Sie steigen in den Sattel, finden Ihren Fokus und bereiten sich aufs Reiten vor. Ob beim Training, Wettkampf oder einem entspannten Ausritt – Ihr Reithelm ist wahrscheinlich eines der ersten Dinge, die Sie ganz automatisch aufsetzen.
Aber was, wenn der Helm, dem Sie bei jeder Fahrt vertrauen, bereits veraltet ist, ohne dass Sie es merken?
Moderne Reithelme haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Die Sicherheitsstandards werden strenger, die Belüftungssysteme fortschrittlicher und die Leichtbautechnologien innovativer als je zuvor. Gleichzeitig suchen Reiter nicht mehr nur Schutz, sondern auch Komfort, Vertrauen und einen Stil, der zu ihrer Disziplin passt.
Denn ein Reithelm ist nicht einfach ein weiteres Ausrüstungsstück. Er ist das einzige Teil, das dafür entwickelt wurde, Sie in Momenten zu schützen, die Sie nie vollständig vorhersehen können.
In diesem Blog erklären wir, worauf es bei der Wahl eines modernen Reithelms wirklich ankommt – von Sicherheitszertifikaten und Passform bis hin zu Komfort und Austauschempfehlungen.
Denn wenn Sicherheit, Komfort und Vertrauen zusammenkommen, fühlt sich das Reiten einfach anders an.
Die FEI-Helmvorschriften ändern sich
Laut FEI werden die Vorschriften für Reithelme ab 2026 strenger, da neuere Sicherheitsstandards ältere Zertifizierungen zunehmend ersetzen.
Die Sicherheitszertifizierung eines Reithelms finden Sie normalerweise im Helminneren, auf dem Etikett oder Aufkleber, in der Bedienungsanleitung oder auf der Originalverpackung. Im Zweifelsfall prüfen Sie immer die Angaben der Marke oder fragen Sie im Geschäft nach Beratung.
Die folgenden Helmstandards sind bei FEI-Wettbewerben im Jahr 2026 offiziell anerkannt:
- PAS015:2011 & Aktualisierungen (Vereinigtes Königreich)
- SNELL E2021 & E2016
- EN1384:2023 (Europa)
- ASTM F1163:23 (Vereinigte Staaten)
- ASTM F1163:2015 (Vereinigte Staaten)
- VG1 & EN1384:2017
- AS/NZS 3838 (2006) (Australien/Neuseeland)
Ab 2027 werden mehrere ältere Zertifizierungen bei FEI-Wettbewerben nicht mehr als eigenständige Standards akzeptiert. Dazu gehören AS/NZS 3838 (2006), SNELL E2001, ARB HS 2012 sowie ASTM F1163:2004a & F1163-13.
Ab 2027 werden ASTM F1163:2015 sowie VG1 & EN1384:2017 unter den FEI-Vorschriften stärker eingeschränkt. Laut den FEI-Richtlinien bleiben diese Zertifizierungen nur akzeptiert, wenn sie in Kombination mit einem der vier anerkannten Standards verwendet werden, wobei ASTM als zusätzlicher Kombinationsstandard ausgeschlossen ist.
Dieser Übergang spiegelt den Fokus der FEI auf strengeren Aufprallschutz, aktualisierte Testmethoden und verbesserte Reitersicherheit wider.
Ab 2028 wird die FEI die Helmanforderungen weiter verschärfen und damit den Trend zu neueren und fortschrittlicheren Sicherheitsstandards fortsetzen.
Ein guter Helm beginnt mit der richtigen Passform
Selbst der sicherste Helm bietet weniger Schutz, wenn er nicht richtig sitzt.
Ein Reithelm sollte fest sitzen, ohne Druckstellen zu verursachen. Nicht zu eng, nicht zu locker und vor allem stabil bei Bewegung.
Beim Anpassen eines Helms ist es klug:
- Bewegen Sie Ihren Kopf richtig von Seite zu Seite und auf und ab
- Gehen Sie ein paar Minuten umher
- Überprüfen Sie, ob der Helm sich bei Bewegung verschiebt
Die Vorderseite des Helms sollte etwa zwei Finger über den Augenbrauen sitzen. Besonders bei Helmen mit Einstellrad ist es wichtig, den Helm zunächst mit vollständig geöffnetem System anzuprobieren.
Erst danach sollte die Passform an den Kopf feinjustiert werden.
Denn letztlich ist ein wirklich guter Helm einer, den man beim Reiten kaum spürt – und genau das ist der Punkt.
Die FEI betont auch nachdrücklich, dass die Passform und Einstellung des Helms für die Sicherheit des Reiters entscheidend bleiben. Selbst der sicherste Helm bietet weniger Schutz, wenn er nicht richtig sitzt oder beim Reiten nicht korrekt befestigt ist.
Moderne Helme fühlen sich anders an
Die neueste Generation von Reithelmen geht weit über einfachen Schutz hinaus.
Während ältere Modelle oft schwer und geschlossen wirkten, konzentrieren sich moderne Helme zunehmend auf:
- Belüftung
- Leichte Materialien
- Balance
- Komfort an langen Trainingstagen
- Austauschbare Innenpolster
Dadurch fühlen sich Premiumhelme auch bei intensiven Trainingseinheiten oder warmen Wettkampftagen deutlich angenehmer an.
Viele moderne Helme verfügen heute auch über fortschrittliche Luftzirkulationssysteme, feuchtigkeitsregulierende Innenfutter und leichte Schalenkonstruktionen, die den Tragekomfort verbessern, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Man sieht auch zunehmend neue Technologien, die sich auf zusätzlichen Aufprallschutz und Reitkomfort konzentrieren.
Von sportlich bis elegant: Verschiedene Stile bei Reithelmen
Jeder Reiter sucht etwas anderes in einem Helm. Während einige Reiter einen minimalistischen, sportlichen Look bevorzugen, fühlen sich andere von Eleganz und Raffinesse angezogen.
Im Bereich Dressur und Springreiten sind Modelle wie der Samshield 2.0 Miss Shield, der Samshield 2.0 Miss Shield Shadowmatt Black - Crystal Intarsia Black und der Kask Star Lady - Top Swarovski Passage dank ihres luxuriösen Aussehens und der feinen Details weiterhin beliebt.
Für Reiter, die mehr Wert auf Leistung und Belüftung legen, sind Modelle wie der Freejump Helm Voronoï - Carbon besonders interessant. Diese Helme verbinden ein sportliches Aussehen mit technischer Innovation und verbessertem Luftstrom.
Die KEP Italia Cromo 2.0 Kollektion bleibt dank ihrer Kombination aus italienischem Stil und Personalisierung ebenfalls sehr beliebt. Mit Versionen wie Basic, Shine und Polo können Reiter Sicherheit mit ihrem persönlichen Stil verbinden.
Gleichzeitig sind zeitlose matte Designs nach wie vor sehr beliebt, wie die Samshield 2.0 Shadowmatt Black-Kollektion, die sich mühelos in fast jede Disziplin einfügt.
Wann sollten Sie einen Reithelm ersetzen?
Viele Reiter unterschätzen, wie wichtig es ist, einen Helm rechtzeitig zu ersetzen.
Auch wenn außen nur geringe Schäden sichtbar sind, können die Materialien im Inneren des Helms nach einem Sturz, längerer Nutzung oder Hitzeeinwirkung ihre Schutzwirkung verlieren.
Ein Helm sollte idealerweise ersetzt werden:
- Nach einem schweren Sturz
- Wenn sichtbare Schäden auftreten
- Wenn das Innenfutter sich löst
- Nach etwa drei bis fünf Jahren Gebrauch
Helme, die häufig Sonnenlicht, Hitze im Auto oder intensiver täglicher Nutzung ausgesetzt sind, können auch schneller als erwartet verschleißen.
Wenn Sie unsicher über den Zustand Ihres Helms sind, ist ein Austausch oft die sicherste Wahl. Sicherheit hängt nicht nur davon ab, wie ein Helm aussieht, sondern vor allem davon, wie gut er im Ernstfall schützt.
Persönliche Beratung macht den Unterschied
Da jede Kopfform unterschiedlich ist, bleibt die Passform eines Reithelms äußerst wichtig.
Bei Emmers Equestrian finden Sie eine sorgfältig ausgewählte Kollektion von Reithelmen der Marken Freejump, Kask, KEP Italia und Samshield. Von sportlichen Modellen bis hin zu eleganten Designs gibt es für jede Disziplin und jeden Reitstil den passenden Helm.
Im Geschäft können Sie sich auch auf persönliche Beratung verlassen, die Ihnen hilft, nicht nur einen schönen Helm auszuwählen, sondern vor allem einen, der sich beim Reiten sicher, bequem und zuverlässig anfühlt.
Am Ende geht es um Vertrauen
Moderne Reithelme verbinden Sicherheit, Komfort und Stil auf eine Weise, die vor einigen Jahren kaum möglich war. Aber egal wie stylisch oder technisch ein Helm ist, die Sicherheit steht immer an erster Stelle. Denn letztendlich ist der beste Reithelm derjenige, der Ihnen jedes Mal, wenn Sie in den Sattel steigen, volles Vertrauen schenkt.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Reithelmen
Welchen Sicherheitsstandard sollte ein Reithelm haben?
Die heute anerkanntesten Sicherheitsstandards für Reithelme sind PAS015:2011 & Updates (Vereinigtes Königreich), SNELL E2021 & E2016, EN1384:2023 (Europa) und ASTM F1163:23 (Vereinigte Staaten). Die richtige Wahl hängt von Ihrer Disziplin, Ihrem Wettbewerbsniveau und Ihren persönlichen Vorlieben ab.
Wo finde ich die Sicherheitszertifizierung meines Reithelms?
Die Zertifizierung finden Sie meist im Inneren des Helms, auf dem Etikett oder Aufkleber, in der Bedienungsanleitung oder auf der Originalverpackung. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie am besten beim Hersteller nachfragen oder sich im Geschäft persönlich beraten lassen.
Woran erkenne ich, ob mein Helm richtig sitzt?
Ein Helm sollte fest sitzen, ohne Druckstellen zu verursachen, und darf sich bei Bewegung nicht verschieben.
Wie lange hält ein Reithelm?
Laut FEI-Empfehlungen sollten Reithelme generell alle drei bis fünf Jahre ersetzt werden, abhängig von Nutzung und Abnutzung.
Kann man einen Helm nach einem Sturz weiterhin benutzen?
Nach einem starken Aufprall oder einem schweren Sturz wird empfohlen, den Helm sofort zu ersetzen, auch wenn keine sichtbaren Schäden vorhanden sind.
Brauche ich einen Termin für die Helmanpassung bei Emmers Equestrian?
Nein, Sie benötigen keinen Termin. Sie können einfach eines unserer Emmers Equestrian Geschäfte für eine persönliche Beratung besuchen. Unser Team hilft Ihnen gerne dabei, einen Reithelm zu finden, der richtig sitzt, bequem ist und zu Ihrem Reitstil passt.