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Eric Thomas Chambon & Zügel: Hilfszügel für Longen- und Reitarbeit | Emmers Equestrian
Eric Thomas, Teil der französischen Reitsportgruppe Ekkia, stellt eine praktische Auswahl an Trainingshilfen her, die auf einer einfachen Idee beruht: Sie beeinflussen, wie ein Pferd Kopf und Hals trägt, um eine rundere, engagiertere Gangart zu fördern, statt eine bestimmte Kopfhaltung zu erzwingen. Das Sortiment umfasst zwei grundlegend verschiedene Hilfsmittel für unterschiedliche Situationen: das Chambon, das nur beim Longieren oder bei der Freiarbeit verwendet wird, und Laufferzügel (gleitende Zügel), die beim Reiten zum Einsatz kommen.
Ein Chambon wird am Longiergurt oder Voltigiergurt befestigt, verläuft über eine Gabelung an der Brust und durch Ringe am Genick hinunter zum Gebiss. Hebt das Pferd den Kopf über einen bestimmten Punkt hinaus, entsteht Druck am Genick. Das Pferd lernt, den Kopf zu senken, um den Druck zu lösen, was mit der Zeit einen entspannten Rücken und eine stärkere Aktivität der Hinterbeine fördert. Laufferzügel funktionieren nach einem anderen Prinzip: Sie verlaufen vom Longiergurt durch die Ringe des Gebisses zurück zur Hand des Reiters und kommen erst zum Einsatz, wenn das Pferd den Kopf über die von dir eingestellte Länge hinaushebt. Sie setzen eine Grenze, statt das Pferd aktiv in eine Haltung zu ziehen.
Tipps zur Auswahl
- Verwende ein Chambon nur beim Longieren oder bei der Freiarbeit, niemals beim Reiten. Es ist nicht als Reithilfe konzipiert und funktioniert nach einem anderen Prinzip als Laufferzügel.
- Stelle sicher, dass dein Pferd bereits vom Boden aus gelernt hat, auf Druck am Genick nachzugeben, bevor du ein Chambon verwendest. Ein Pferd, das den Druck nicht versteht, kann in Panik geraten oder heftig reagieren.
- Verlasse dich nicht allein auf ein Chambon, um den Vorwärtsdrang zu fördern: Es beeinflusst die Position von Kopf und Hals, nicht die Aktivität der Hinterhand. Du brauchst also weiterhin eine Gerte oder Stimmhilfen, damit das Pferd vorwärtsgeht.
- Stelle Laufferzügel großzügig statt kurz ein, besonders zu Beginn einer Einheit, damit dein Pferd sein Gleichgewicht selbst finden kann, bevor die Zügel begrenzen, wie hoch es den Kopf heben kann.
- Verwende beide Hilfsmittel nur für gezielte, beaufsichtigte Trainingseinheiten und nicht als Alltagsausrüstung. Bei übermäßiger Nutzung kann es zu verspannten Halsmuskeln oder Widersetzlichkeit kommen, statt zu einem korrekten Muskelaufbau.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der tatsächliche Unterschied zwischen einem Chambon und Ausbindern?
Ein Chambon wird nur beim Longieren oder bei der Freiarbeit verwendet und wirkt über Druck auf das Genick. Ausbindezügel werden dagegen beim Reiten verwendet und begrenzen lediglich die maximale Höhe, die der Pferdekopf erreichen kann, anstatt ihn aktiv in eine bestimmte Position zu ziehen.
Kann ich mit angelegtem Chambon reiten?
Nein, ein Chambon ist nur für die Arbeit an der Longe und die freie Dressurarbeit gedacht und nicht für die Verwendung mit einem Reiter im Sattel geeignet.
Zwingt ein Chambon den Kopf meines Pferdes in eine feste Position?
Nicht direkt; es übt nur dann Druck auf das Genick aus, wenn der Kopf eine bestimmte Höhe überschreitet. Das Pferd lernt, den Kopf selbst zu senken, um den Druck zu lösen. So wird das Verhalten mit der Zeit geformt, anstatt den Kopf in Position zu halten.
Muss ich mein Pferd vorbereiten, bevor ich ein Chambon verwende?
Ja, Ihr Pferd sollte bereits verstehen, wie es in der Hand dem Druck am Genick nachgibt, da die Einführung eines Chambons bei einem Pferd, das dies nicht versteht, dazu führen kann, dass es in Panik gerät oder steigt.
Worin unterscheiden sich Ausbindezügel von Ausziehzügeln?
Beide verlaufen vom Sattelgurt durch die Gebissringe, aber Ausbinder werden in der Regel passiv eingesetzt, um die Kopfhaltung zu begrenzen, während Ausziehzügel häufiger aktiv dazu verwendet werden, den Kopf des Pferdes in eine bestimmte Position zu bringen. Es lohnt sich, den Unterschied zu verstehen, bevor man sich für einen der beiden entscheidet.
Sind diese Trainingshilfen für ein junges oder unerfahrenes Pferd geeignet?
Beide gelten als anspruchsvollere Ausrüstungsgegenstände, die am besten unter Anleitung eines erfahrenen Trainers eingeführt werden, da ihre Anwendung ohne die richtige Vorbereitung eher Widerstand oder Anspannung hervorrufen kann, statt die gewünschte Bewegungsweise zu fördern.
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